Ausstellung „An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“

Ausstellung „An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“

Auf einen Blick

Highlights:
Ausstellung
Adresse:

Heiligegeiststraße 8, 06484 Quedlinburg

Ausstellungseröffnung

7.6.2024, 17 Uhr

Laufzeit

10.6. - 5.7.2024

Geöffnet

Wochentags von 8 - 18 Uhr

Bis 1989 wurden 75 Frauen und Männer an der 342 km langen Grenze des heutigen Landes Sachsen-Anhalt vor allem durch Schüsse und Minen getötet. 31 Bürger aus dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt wurden an der Berliner Mauer, anderen Grenzabschnitten in der DDR oder am „Eisernen Vorhang“ in anderen europäischen Staaten getötet. Der Landesbeauftragte informiert in dieser Ausstellung auf der Grundlage der aktuellen Forschung erstmals zusammenhängend über die bisher bekannten Todesopfer.

Veranstalter: Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Bildungshaus Quedlinburg und dem Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Gefördert von der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.

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Gut zu wissen

Was war die deutsch-deutsche Grenze?

Durch die Beschlüsse der Konferenz von Potsdam wurde Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Bereits früh wurde der Verkehr über die Zonengrenzen reglementiert und Grenzpolizeien aufgestellt. Aus den drei Westzonen entstand 1949 die Bundesrepublik Deutschland, aus der Sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik. Beginnend mit einem Beschluss des Ministerrates der DDR vom 26. Mai 1952 wurde die Grenze zur Bundesrepublik nach und nach ausgebaut und militärisch bewacht. Spätestens mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurde die DDR-Grenze zu einem nahezu unüberwindlichen Hindernis. Den zeitlichen Höhepunkt der Grenzsicherung bildeten die 70er und frühen 80er Jahre. Zu dieser Zeit war die Grenze ein hochkomplexes Sicherheitssystem aus Streckmetall- und Signalzäunen, teilweise Sichtschutzmauern, Sperrstreifen, Wachtürmen, Hundelaufanlagen, Bodenminen und Selbstschussanlagen. Die Grenze diente dem Zweck, Menschen am Verlassen der DDR mit Gewalt zu hindern.