Wanderung: Das Grüne Band – die ehemalige innerdeutsche Grenze erleben

Auf einen Blick

Highlights:
Wanderung
Adresse:

38667 Altenau-Torfhaus, Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

Nächster Termin

29.6.2024, 10 Uhr

Anmeldung

05320 331790 oder post@torfhaus.info

Die Wanderung führt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Torfhaus und dem Brocken. Auf dieser abwechslungsreichen Wanderung wandeln die Teilnehmer auch auf den Resten der ehemaligen Grenzbefestigungen. Sie hören Geschichten, die sich an der Grenze zugetragen haben, und erleben, wie sich heute eine einzigartige Natur entlang der ehemaligen Grenze entfaltet. Rucksackverpflegung wird empfohlen, Einkehrmöglichkeit gibt es am Ende der Tour.

Die Wanderung dauert ca. 5 Stunden und führt über ein Strecke von ca. 10-12 Kilometer.

Kosten: 5 € Kinder, 15 € Erwachsene, 30 € Familien (2 Erw. und 2 Kinder bis 16 J.)

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Gut zu wissen

Was ist das Grüne Band?

Das Grüne Band ist ein europaweites Naturschutzprojekt im Gebiet des ehemaligen "Eisernen Vorhangs", der während des Kalten Krieges Europa in zwei politische Blöcke trennte. Das Grüne Band hat eine Gesamtlänge von über 12.500 km und reicht dabei vom Eismeer im Norden Norwegens bis zum Schwarzen Meer an der Grenze zur Türkei. In Deutschland wurde das Grüne Band nach dem Mauerfall 1989 als gesamtdeutsches Naturschutzprojekt von Naturschützer:innen aus Ost- und Westdeutschland installiert. Der Teil des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt ist 343 km lang und seit 2019 unter dem Motto "Vom Todesstreifen zur Lebenslinie" als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Aufarbeitung der Geschichte des Kalten Krieges und der DDR und Naturschutz werden als gleichrangige Aufgaben verstanden.

Welche Arten sind am Grünen Band zu finden?

In den 146 verschiedenen Lebensraumtypen kommen mehr als 1.200 Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste vor. Pflanzen und Tiere, die anderswo bereits als verschollen oder ausgestorben galten, wurden und werden im Grünen Band wiederentdeckt. Seltene Arten wie Wanstschrecke, Goldener Scheckenfalter, Schwarzstorch, Braunkehlchen, Wachtelkönig, Fischotter, Luchs oder Wildkatze, Arnika, Trollblume, Breitblättriges Knabenkraut oder Küchenschelle finden dort einen Lebensraum. Als ganz besondere Rarität hat sich im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien die Flussperlmuschel erhalten.