Jean Jacques Leingang: Wie ein französischer Gendarm die innerdeutsche Grenze erlebte

Maike Glöckner
In der fünften Folge des Podcast „Grenzgeschichte(n): Als das Grüne Band noch grau war“ spricht Ines Godazgar mit Jean Jacques Leingang, der 1954 im Elsass geboren wurde und zwischen 1979 und 1984 als Gendarm der französischen Militärmission in Westberlin und Helmstedt stationiert war. Der erste Anblick der innerdeutschen Grenze mit Zäunen, Mauern und Stacheldraht hat ihn tief beeindruckt. Als Dolmetscher war Jean Jacques Leingang überall dort gefragt, wo es im Alltag der Alliierten Verständigungsprobleme gab. Eindrücklich erinnert er sich bis heute an die Begegnungen mit den Stationierten aus Amerika, England und der Sowjetunion und die kleine, fast abgeschlossene Welt der alliierten Verwaltung der deutsch-deutschen Grenze. Berlin und Helmstedt haben ihn auch nach seiner Rückkehr nie ganz losgelassen und er ist noch heute oft in Deutschland unterwegs.