Dreieckiger Pfahl

Dreieckiger Pfahl

Auf einen Blick

Highlights:
WandernErinnerungskulturNaturraum
Zugang:

frei und zu jeder Jahreszeit

Geschichte und Bedeutung

Der Dreieckige Pfahl ist ein bedeutender Erinnerungsort am Grünen Band Sachsen-Anhalt im Nationalpark Harz. Er liegt zwischen Torfhaus und Oderbrück und markiert einen historisch vielschichtigen Grenzpunkt: einst Dreiländereck, später Landesgrenze und während der deutschen Teilung Abschnitt der innerdeutschen Grenze. Heute verläuft hier die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Bereits auf Karten aus dem 18. Jahrhundert ist dieser markante Grenzpunkt verzeichnet; die Bezeichnung „Dreieckiger Pfahl“ ist seit dem späten 17. Jahrhundert überliefert. Der heute bekannte Grenzstein wurde vor 1866 gesetzt, zu einer Zeit, als hier das Königreich Hannover und das Herzogtum Braunschweig aufeinanderstießen. Die dreiflächige Granitsäule trägt die Nr. 1 und wurde mit den Buchstaben KH (Königreich Hannover) und HB (Herzogtum Braunschweig) graviert. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlief hier zudem die innerdeutsche Grenze. Damit bündelt der Ort mehrere historische Grenzverläufe und steht exemplarisch für die wechselvolle Geschichte des Harzes als Grenzraum.

Naturraum und Verantwortung vor Ort

Der Dreieckige Pfahl liegt mitten im Nationalpark Harz, der für Schutz, Pflege und Besucherlenkung in diesem Naturraum verantwortlich ist. Damit ist der Ort nicht nur ein Ziel für historisch Interessierte, sondern zugleich Teil einer großräumig geschützten Mittelgebirgslandschaft am Grünen Band.

Schutzhütte und Informationen

Vor Ort befindet sich eine Schutzhütte, die als Rastpunkt für Wandernde dient. Dort ist auch der Stempelkasten der Harzer Wandernadel untergebracht; zugleich ist die Hütte ein gut sichtbarer Orientierungspunkt an diesem geschichtsträchtigen Ort. Eine frühere bewirtschaftete Hütte an dieser Stelle wurde 1945 zerstört.

Erlebnis am Grünen Band

Der Dreieckige Pfahl ist über Wanderwege gut erreichbar und liegt an einem wichtigen Wegekreuz im Harz. Von hier führen Wege in Richtung Brocken, Wurmberg, Schierke und Oderbrück. So verbindet der Ort Naturerlebnis, Wandern und Zeitgeschichte auf besonders anschauliche Weise.

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