Die Grenze beackern – Landwirtschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Die Grenze beackern – Landwirtschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

BRD-DDR Grenze, Reparatur Grenzzaun, | border fence im Harz, hinter dem Grenzzaun Traktor bei der Feldbestellung und ein Wachturm Die knapp 1400 Kilometer lange innerdeutsche Grenze hinderte bis 1989 durch massive Befestigungen die Einwohner der Deutschen Demokratischen Republik an Besuchen der Bundesrepublik Deutschland oder dem dauerhaften Verlassen der DDR in Richtung der zum Westen gehörigen Bundesrepublik. Zu ihr zählte nicht der Teil der Grenze der DDR zu Berlin, dessen Westsektoren innerhalb Berlins ab 1961 mit der Berliner Mauer abgesperrt waren. Der Grenzverlauf zwischen den westlichen Besatzungszonen und der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) wurde von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges in mehreren Konferenzen festgelegt und bestand in dieser geografischen Form nach der Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahre 1949 fort. Die Grenze begann im Süden am Dreiländereck Bayern, Sachsen / DDR, Tschechoslowakei und endete an der Ostsee in der Lübecker Bucht. Im Kalten Krieg war sie militärisch und geopolitisch betrachtet ein Teil des Eisernen Vorhangs.

Auf einen Blick

Datum:

18.9.2026, 16:30 Uhr

Veranstalter:

Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, Aufarbeitungsbeauftragter des Landes Sachsen-Anhalt, Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie

Die dritte Veranstaltung der Reihe „Land.Wirtschaft.Leben“ findet am 18. September 2026 im Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie statt.

Landwirte im Grenzgebiet waren zu DDR-Zeiten häufig von Enteignungen und Zwangskollektivierung betroffen, viele wurden zwangsumgesiedelt. Die Folgen für die stark heimatverbundenen Familien waren oft dramatisch. Es folgten Umbrüche nach der Wiedervereinigung und Ende der 2010er Jahren wurde das Gebiet im Kontext des Grüne-Band-Gesetzes erneut zu einem Feld der Auseinandersetzungen. 

Im Gespräch soll die Frage gestellt werden, wie die historischen Enteignungserfahrungen und Zwangsmaßnahmen bis heute nachwirken. Was waren und sind die Besonderheiten für die Landwirtschaft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze? Wie stehen die Chancen für ein gutes Zusammenspiel von Landwirtschaft, Naturschutz und Erinnerungskultur am Grünen Band? 

Podium:
Jens Winter (Heimatforscher), Inge Jakobs (Zeitzeugin), Christian Wiegmann (Landwirt und Leiter Grünes Band, SUNK), u. a.

Moderation:
Ines Godazgar (Autorin und Journalistin)

Programm:
16:30 Uhr: Führung im Grenzmuseum Böckwitz-Zicherie
18:00 Uhr: Podiumsdiskussion 

Im Anschluss wird zum Imbiss und Verweilen eingeladen.

Eine Kooperationsveranstaltung des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Landesheimatbunds Sachsen-Anhalt e.V., der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Sachsen-Anhalt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Der Eintritt ist frei!