Rangerstation Scharfenstein

Rangerstation Scharfenstein

Auf einen Blick

Highlights:
NaturWandernInformationen zum Nationalpark Harz
Öffnungszeiten:

täglich geöffnet von 10-16 Uhr

Eintritt:

kostenfrei

Ansprechperson:

Henning Möller

Kontakt:

Tel.: 039452 462277; Mail: rangerstation-scharfenstein@npharz.de

Die Rangerstation Scharfenstein liegt im Nationalpark Harz unterhalb der markanten Scharfensteinklippe nahe Ilsenburg. Der Ort verbindet auf besondere Weise eine jahrhundertealte Nutzungsgeschichte, die Zeit der innerdeutschen Grenze und die heutige Arbeit des Nationalparks.

Geschichte des Ortes

Die Geschichte des Scharfensteins reicht weit zurück: Bereits seit dem 15. Jahrhundert wurde das Gebiet als Viehweide genutzt, wofür ein erstes Hirtenhaus errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert entstand hier ein Forsthaus, das sich zusammen mit einer kleinen Waldsiedlung zu einer beliebten Rast- und Unterkunftsstation für Brockenwandernde entwickelte.

Mit der deutschen Teilung änderte sich die Nutzung grundlegend. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur innerdeutschen Grenze wurde das Gelände militarisiert: Ab den 1950er Jahren entstanden zunächst einfache Grenzanlagen, später eine Kaserne der DDR-Grenztruppen. Das historische Forsthaus wurde abgerissen und das Gebiet war für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

Nach 1990 wurden die militärischen Anlagen zurückgebaut; die Kaserne wurde um das Jahr 2000 vollständig abgetragen und die Fläche renaturiert.

Heutige Nutzung

Seit 2002 befindet sich am Standort der ehemaligen Grenzkaserne die heutige Rangerstation mit zwei Blockhäusern. Sie dient als Informationspunkt des Nationalparks Harz und als Rastplatz mit Imbiss für Wandernde. Rangerinnen und Ranger geben hier Auskunft zu Natur, Wegen und zur Geschichte des Harzes.

Die Station liegt an wichtigen Wanderwegen, unter anderem am Teufelsstieg und in unmittelbarer Nähe historischer Grenzwege wie dem ehemaligen Kolonnenweg.

Bedeutung heute

Der Scharfenstein steht exemplarisch für den Wandel eines Ortes: von der Weide- und Forstlandschaft über einen militärisch genutzten Grenzstandort hin zu einem offenen Ort der Information und Naturvermittlung. Die Rangerstation macht diese Entwicklung sichtbar und verbindet historische Spuren mit dem heutigen Nationalparkgedanken.

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