Rundfahrt Grenzenlos ab Helmstedt

Rundfahrt Grenzenlos ab Helmstedt

Signalzaun und Beobachtungsturm BT 4x4 mit Führungsstelle (Grenzdenkmal Hötensleben)

Auf einen Blick

Highlights:
RundfahrtDDR-Geschichte
Adresse:

Markt 1, 38350 Helmstedt

Ansprechpersonen

Anja Nitschke, Beate Ziehres

Kontakt

Tel.: 05351 177777; Mail: info@grenzdenkmaeler.de

Eintritt

frei

Öffnungszeiten

ganzjährig geöffnet

Deutsch-deutsche Geschichte in und um Helmstedt erleben

DDR-Grenzanlagen verdeutlichen noch heute die Unüberwindbarkeit des Eisernen Vorhangs und führen Besuchern gleichzeitig den Wert von Freiheit vor Augen. Die Rundfahrt Grenzenlos verbindet die erhaltenen Grenzanlagen in Hötensleben, die ehemalige Grenzübergangstelle Marienborn und das Zonengrenz-Museum zu einer Tour. Besucher jeden Alters gewinnen während der geführten Rundfahrt drastische Einblicke in das Leben beiderseits der Grenze zwischen DDR und BRD.

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Bad Helmstedt und Beendorf erinnert der Grenzlehrpfad Helmstedt-Beendorf an das Leben im geteilten Lappwald. Zu dieser Zeit kontrollierten auf der östlichen Seite des Zauns die Grenztruppen der DDR die Demarkationslinie. Der Bundesgrenzschutz patrouillierte auf der gegenüberliegenden Seite. 12 Informationsstelen, die entlang des Grünen Bandes aufgestellt wurden, erzählen von menschlichen Schicksalen im Schatten des Eisernen Vorhangs. Der Grenzlehrpfad Helmstedt-Beendorf kann auf eigene Faust erkundet werden. Weitere Informationen, Flyer zum Herunterladen und Link zu einem Audiowalk: Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V.: Grenzlehrpfad (grenzdenkmaeler.de)

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Gut zu wissen

Was war die deutsch-deutsche Grenze?

Durch die Beschlüsse der Konferenz von Potsdam wurde Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Bereits früh wurde der Verkehr über die Zonengrenzen reglementiert und Grenzpolizeien aufgestellt. Aus den drei Westzonen entstand 1949 die Bundesrepublik Deutschland, aus der Sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik. Beginnend mit einem Beschluss des Ministerrates der DDR vom 26. Mai 1952 wurde die Grenze zur Bundesrepublik nach und nach ausgebaut und militärisch bewacht. Spätestens mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurde die DDR-Grenze zu einem nahezu unüberwindlichen Hindernis. Den zeitlichen Höhepunkt der Grenzsicherung bildeten die 70er und frühen 80er Jahre. Zu dieser Zeit war die Grenze ein hochkomplexes Sicherheitssystem aus Streckmetall- und Signalzäunen, teilweise Sichtschutzmauern, Sperrstreifen, Wachtürmen, Hundelaufanlagen, Bodenminen und Selbstschussanlagen. Die Grenze diente dem Zweck, Menschen am Verlassen der DDR mit Gewalt zu hindern.

Was ist das Grüne Band?

Das Grüne Band ist ein europaweites Naturschutzprojekt im Gebiet des ehemaligen "Eisernen Vorhangs", der während des Kalten Krieges Europa in zwei politische Blöcke trennte. Das Grüne Band hat eine Gesamtlänge von über 12.500 km und reicht dabei vom Eismeer im Norden Norwegens bis zum Schwarzen Meer an der Grenze zur Türkei. In Deutschland wurde das Grüne Band nach dem Mauerfall 1989 als gesamtdeutsches Naturschutzprojekt von Naturschützer:innen aus Ost- und Westdeutschland installiert. Der Teil des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt ist 343 km lang und seit 2019 unter dem Motto "Vom Todesstreifen zur Lebenslinie" als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Aufarbeitung der Geschichte des Kalten Krieges und der DDR und Naturschutz werden als gleichrangige Aufgaben verstanden.