Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e.V.

Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e.V.

Kontakt

Ansprechperson:

Martin Krems-Möbbeck
Vereinsvorsitzender

Adresse:

Alte Marktschänke
Marktplatz
39356 Oebisfelde-Weferlingen

Vereinsaktivitäten

Der Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e. V. engagiert sich für die Pflege, Bewahrung und Weiterentwicklung des Ortes Walbeck im Allertal. Im Mittelpunkt stehen die Ortsgeschichte, die Heimatpflege und das ehrenamtliche Engagement für das Dorf als Lebens- und Erinnerungsort. In der Heimatstube sammelt, sichert und präsentiert der Verein historische Informationen und Objekte aus Walbeck. Außerdem organisiert er Veranstaltungen wie das Sonntagscafé an jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 14:00 – 17:00 Uhr in der Alten Marktschänke. Bei Interesse wird dann auch die Heimatstube gezeigt. Immer am ersten Montag des Monats, jeweils um 15:00 Uhr, treffen sich die „Plattspräker“.

Das Grüne Band

Am Grünen Band Sachsen-Anhalt übernimmt der Verein eine wichtige Rolle in der lokalen Erinnerungskultur. Besonders sichtbar wird dies durch sein Engagement für den Grenzturm Walbeck: Der ehemalige Beobachtungsturm BT-9 aus den 1970er Jahren stand an der früheren innerdeutschen Grenze an der Kreuzung des Kolonnenweges mit der alten Helmstedter Straße. Nachdem der Turm 2009 demontiert worden war, setzte sich der Verein über Jahre für seine Wiedererrichtung ein. Dies gelang schließlich im Jahr 2024.

Heute ist der wiedererrichtete Grenzturm bei Walbeck Denkmal, Mahnmal, Begegnungsort und Erinnerungsort zugleich. Er macht die Geschichte der deutschen Teilung vor Ort sichtbar und verbindet die regionale Heimatgeschichte mit der Aufarbeitung der DDR-Grenzgeschichte am Grünen Band. Für dieses ehrenamtliche Engagement wurde der Verein 2026 mit dem Denkmalpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

KZ-Außenlager „Gazelle“

Ein weiterer Schwerpunkt der Erinnerungs- und Forschungsarbeit des Vereins ist das ehemalige KZ-Außenlager Walbeck-Weferlingen, das unter dem Tarnnamen „Gazelle“ geführt wurde. Es befand sich nahe des früheren Kalischachts „Buchberg“ bei Walbeck am Lappwald und war ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Ab August 1944 mussten dort rund 500 männliche Häftlinge unter schwersten Bedingungen unter Tage Produktionsanlagen für die Rüstungsindustrie ausbauen. Das Lager lag in unmittelbarer Nähe zur späteren innerdeutschen Grenze und damit im heutigen Umfeld des Grünen Bandes. Der Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e. V. bemüht sich seit längerer Zeit um die Erforschung und Vermittlung dieses Ortes der Zwangsarbeit. 2025 war er Partner einer Forschungsgrabung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, bei der Spuren der Lagerstruktur, persönliche Gegenstände der Häftlinge und weitere Zeugnisse des Lageralltags gesichert wurden.

Grabungen am ehemaligen Außenlager „Gazelle“

Ansprechperson

Ein Mann mit grauen Haaren, Brille und einer dunklen Jacke steht vor dem demontierten ehemaligen Wachturm und schaut in die Kamera.

Martin Krems-Möbbeck

Vereinsvorsitzender

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