Burg- und Heimatmuseum Oebisfelde

Burg- und Heimatmuseum Oebisfelde

Auf einen Blick

Adresse:

Burgstraße 12, 39646 Oebisfelde

Öffnungszeiten:

01. Mai bis 03. Oktober jeden Sonntag und Feiertag von 14:30 bis 17:30 Uhr oder nach Voranmeldung

Kontakt:

Oebisfelder Heimatverein; info@heimatverein-oebisfelde.de

Eintritt:

Kinder ab 14 Jahre: 0,50 €; Erwachsene: 2,00 €

Eine über hunderte von Jahren alte Geschichte kann im Museum anhand von Daten, zahlreichen Bildern, Modellen, einer über 400 Jahre alten Rathausuhr und unzähligen Exponaten und Ausstellungen erkundet werden. 

Auf ca. 600 m² Fläche, die sich über 4 Etagen erstreckt, werden 17 Ausstellungsräume sowie weitere, jährlich wechselnde Sonderausstellungen präsentiert. Damit ist es eins der größten ehrenamtlich geführten Museen in Sachsen-Anhalt.

Es kann unter Anderem eine Burgausstellung mit Burg- und Altstadtmodellen, Rüstungs- und Waffenmodellen, Ausgrabungsstücke und Fotos über die wechselvolle Geschichte der Burganlage besucht werden. Zu den Öffnungszeiten des Museums ist auch der 27 Meter hohe Burgturm zugänglich und bietet einen tollen Ausblick auf Oebisfelde und Umgebung.

Ein Ausstellungsraum widmet sich der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die direkt am Ortsrand von Oebisfelde verlief. Hier gibt es viele originale Exponate wie Grenzschilder und Grenzsteine, Fotos und Dokumente zu sehen. Zudem wird an zwei Modellen deutlich, wie die einstigen Grenzbefestigungsanlagen aufgebaut waren und funktionierten. Weitere Modelle zeigen die einstigen Beobachtungstürme, eine Grenzsäule und ein Zaunfeld mit Selbstschussanlage.

Das Burgmuseum kann auch in einem virtuellen Rundgang besucht werden.

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Mehr Informationen
Video-Porträt

Engagiert im Museum

Ein Herr mit gemustertem Pullover und Glatze steht in der Grenzausstellung und schaut in die Kamera.

Ulrich Pettke

Vorsitzender des Heimatvereins

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Erinnerungskultur (2verschiedene)

Mahnmal von Manfred Böttcher bei Oebisfelde

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Gut zu wissen

Was ist das Grüne Band?

Das Grüne Band ist ein europaweites Naturschutzprojekt im Gebiet des ehemaligen "Eisernen Vorhangs", der während des Kalten Krieges Europa in zwei politische Blöcke trennte. Das Grüne Band hat eine Gesamtlänge von über 12.500 km und reicht dabei vom Eismeer im Norden Norwegens bis zum Schwarzen Meer an der Grenze zur Türkei. In Deutschland wurde das Grüne Band nach dem Mauerfall 1989 als gesamtdeutsches Naturschutzprojekt von Naturschützer:innen aus Ost- und Westdeutschland installiert. Der Teil des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt ist 343 km lang und seit 2019 unter dem Motto "Vom Todesstreifen zur Lebenslinie" als Nationales Naturmonument ausgewiesen. Aufarbeitung der Geschichte des Kalten Krieges und der DDR und Naturschutz werden als gleichrangige Aufgaben verstanden.

Was war die deutsch-deutsche Grenze?

Durch die Beschlüsse der Konferenz von Potsdam wurde Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Bereits früh wurde der Verkehr über die Zonengrenzen reglementiert und Grenzpolizeien aufgestellt. Aus den drei Westzonen entstand 1949 die Bundesrepublik Deutschland, aus der Sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik. Beginnend mit einem Beschluss des Ministerrates der DDR vom 26. Mai 1952 wurde die Grenze zur Bundesrepublik nach und nach ausgebaut und militärisch bewacht. Spätestens mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurde die DDR-Grenze zu einem nahezu unüberwindlichen Hindernis. Den zeitlichen Höhepunkt der Grenzsicherung bildeten die 70er und frühen 80er Jahre. Zu dieser Zeit war die Grenze ein hochkomplexes Sicherheitssystem aus Streckmetall- und Signalzäunen, teilweise Sichtschutzmauern, Sperrstreifen, Wachtürmen, Hundelaufanlagen, Bodenminen und Selbstschussanlagen. Die Grenze diente dem Zweck, Menschen am Verlassen der DDR mit Gewalt zu hindern.