Salzflora Hoyersburg

Julius C Schreiner
Auf einen Blick
Adresse:
Neben dem Grenzturm Hoyersburg, an der B 248 zwischen Hoyersburg und Lübbow
In direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Grenzturm bei Hoyersburg kann man eine große lokale Besonderheit entdecken: eine Binnensalzwiese. Durch einen nah an die Oberfläche dringenden Salzstock wachsen hier – mitten im norddeutschen Tiefland – salztolerante Pflanzenarten wie Strandmilchkraut, Stranddreizack und Salzbinse: Arten, die sonst nur in küstennahen Regionen zu finden sind. Auch eine seit vielen Jahren verschwundene Orchideenart, das Kleine Knabenkraut, wurde hier wiederentdeckt. Viele der Pflanzen sind aufgrund der kleinen Blüten unscheinbar, aber ihre Anpassungsfähigkeit an den hohen Salzgehalt ist erstaunliche.
Seltene Pflanzen fördern
Um diese seltenen Pflanzen zu fördern, werden die Wiesen mit Rindern beweidet, aber nicht gedüngt. Zusätzlich hat der BUND an einigen Stellen den Boden offen gelegt, damit die Samen der Salzpflanzen keimen und sich gegen konkurrenzstarke Arten durchsetzen können. Es wurden außerdem einige Maisackerflächen aufgekauft und in artenreiches Grünland umgewandelt. So ist auch ein neuer Lebensraum für Wiesenbrüter wie Feldlerche und Braunkelchen entstanden.
Ein Projekt von diesem Akteur
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
Der BUND schützt und entwickelt das Grüne Band in Sachsen-Anhalt als Biotopverbund und lebendiges Denkmal, fördert nachhaltige Nutzung und sensibilisiert für dessen ökologische und historische Bedeutung.
Ansprechperson
Dieter Leupold Projektleiter Grünes Band
Matthias Behne | Lautwieleise
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