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Schülerwohnheim in Halle trägt jetzt den Namen „Heiko Runge“

Schülerwohnheim in Halle trägt jetzt den Namen „Heiko Runge“
Öffentlichkeit

In Halle (Saale) wurde am 29. April 2026 das städtische Schülerwohnheim im Gustav-Weidanz-Weg in Halle-Neustadt offiziell nach Heiko Runge benannt. Bei einer Veranstaltung vor Ort wurde eine Gedenktafel enthüllt. Die Stadt Halle erinnert damit an den Jugendlichen aus Halle-Neustadt, der am 8. Dezember 1979 bei einem Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze im Harz von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde.

Mit der Gedenktafel gibt es erstmals auch in seiner Heimatstadt Halle einen Erinnerungsort an den Jugendlichen. Den Anstoß für die Gedenktafel gab unter anderem Michael Teupel, der sich als Zeitzeuge seit vielen Jahren für die Erinnerung an die Opfer des SED-Grenzregimes einsetzt. Der Entschluss für die Umbenennung fiel dann im Jahr 2025 im Rat der Stadt Halle.

Mit der Benennung wird an das kurze Leben von Heiko Runge erinnert. Der Jugendliche stammte aus Halle-Neustadt und war erst 15 Jahre alt, als er Anfang Dezember 1979 gemeinsam mit einem Schulfreund versuchte, in der Nähe von Sorge im Harz die innerdeutsche Grenze zu überwinden. Beim Durchqueren der Sperranlagen lösten die beiden ein Signal aus, wurden von Grenzposten verfolgt und beschossen. Heiko Runge wurde tödlich getroffen und starb noch am Ort des Geschehens.

Für das Grüne Band Sachsen-Anhalt ist diese Erinnerung von besonderer Bedeutung. Der Fall Heiko Runge steht exemplarisch für die Gewaltgeschichte der innerdeutschen Grenze und macht deutlich, dass das Grüne Band nicht nur als wertvoller Naturraum, sondern immer auch als Erinnerungslandschaft verstanden werden muss. Am Ort des Fluchtversuchs bei Sorge erinnert auch ein Gedenkstein an Heiko Runge.

Ein kurzer Filmbeitrag zur Eröffnung ist hier zu finden.

Weiterführende Informationen

Bericht zur Umbenennung
Logo Grünes Band Deutschland und Logo Nationales Naturmonument Sachsen-Anhalt. Vom Todesstreifen zur Lebenslinie.
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Ein Projekt des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e. V., gefördert aus Mitteln der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt. Der Veranstaltungskalender wurde durch Mittel des Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ermöglicht.